ASA als Partner im Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“

Die German Aerospace Academy (ASA) unterzeichnet das „Bündnis für Frauen in MINT-Berufen“ und unterstützt damit aktiv die gleichnamige Landesinitiative. Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa ist bereits jetzt mit einem akuten Fachkräftemangel konfrontiert. Ohne eine merkliche Steigerung des Frauenanteils ist die Lücke auf dem Arbeitsmarkt nicht zu schließen. „Mit meiner jahrelangen Erfahrung als Frauenbeauftragte an der Universität Stuttgart und als Landessprecherin der Frauenbeauftragten der Wissenschaftlichen Hochschulen in Baden-Württemberg liegt mir dieses Thema besonders am Herzen und mit der ASA möchte ich auch meine persönlichen Erfahrungen als Frau, die in einem MINT-Beruf Karriere gemacht hat, an junge Nachwuchskräfte weitergeben, erläuterte Prof-Dr.-Ing. Monika Auweter-Kurtz, Direktorin der ASA, das Engagement der Akademie.

 

Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) bieten Mädchen und Frauen eine gute Zukunftsperspektive und ein interessantes sowie anspruchsvolles Berufsumfeld. Die Landesinitiative kann durch die gemeinsamen Aktivitäten helfen alte Vorteile, dass Frauen für MINT-Berufe nicht geeignet sind, auszuräumen und andererseits das Selbstvertrauen von Mädchen und Frauen stärken. Beides sind wichtige Voraussetzungen, dass sich Mädchen für einen MINT-Beruf entscheiden. Die ASA und auch die Landesinitiative wollen für MINT-Berufe begeistern. Daher gilt es vor allem den Nutzen der Naturwissenschaften und der Technik aufzuzeigen und die späteren Gestaltungsmöglichkeiten für die Frauen, die derartige Berufe wählen, zu verdeutlichen.  Die Luft- und Raumfahrt eignet sich besonders gut, Mädchen und junge Frauen für MINT-Berufe zu interessieren. Daher unterstützt die ASA das Aktionsprogramm auch mit einer Sommerschule im September und wird sich in der „Mission Zukunft: Von Baden-Württemberg ins All“ des Forums Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg e.V. im Jahr 2012 engagieren.

 

Neben der Nachwuchsarbeit liegt der zweite Fokus der ASA auf der Reaktivierung von ausgebildeten Fachkräften, die nach einer familienbedingten Pause wieder in den Beruf eintreten wollen. Wiedereinsteigerinnen beinhaltet ungenutztes Potenzial und könnten die aktuelle Lücke auf dem Arbeitsmarkt zeitnah minimieren. Neben einer begleitenden Qualifizierung dieser Frauen, die sie optimal auf ihren Wiedereinstieg vorbereitet, sind vor allem die Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und niedrigen Hürden für den Einstieg in die Arbeitswelt gefragt. Hier wird die ASA eine aktive und direkte Unterstützung leisten, den Unternehmen beratend zur Seite stehen und die Frauen auf den Weg in den Beruf fachlich sowie persönlich stärken.