ASA gewinnt INTERREG-Projekt der EU “TransNetAero”

TransNetAero

Die German Aerospace Academy, ASA gewinnt INTERREG-Projekt der EU zur Stärkung der Luft- und Raumfahrtbranche

Noch kurz vor Weihnachten wurde der Vertrag geschlossen. Mit dem Projekt TransNetAero startet die ASA mit fünf weiteren EU-Partnern ein transnationales Projekt für die Luft- und Raumfahrtbranche. Zielgruppe sind in erster Linie die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche, die durch gezielte Aktivitäten zur Internationalisierung und Kompetenzerweiterung in ihrer Innovationskraft gestärkt werden sollen.

Das Projekt wird gefördert von INTERREG IVB mit ERDF-Geldern (European Regional Development Fund), welche zur regionalen Weiterentwicklung Europas dienen. Der Fokus bei diesem Programm liegt auf dem Raum Nordwest-Europa.

„Dieser Erfolg ist Ergebnis der hervorragenden Netzwerkarbeit sowie der intensiven Kooperation und präzisen Vorbereitung von ASA und dem Forum Luft-und Raumfahrt mit den Partnern“, kommentierte Prof. Rolf-Jürgen Ahlers die Vertragsunterzeichnung.

Die German Aerospace Academy (ASA) mit Sitz in Böblingen ist federführend im sog. „LEAD“ für das Projekt verantwortlich. Partner und Subpartner des Projektes sind:

  • - Steinbeis Innovation gGmbH – German Aerospace Academy (Lead)
    - Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg (LRBW)
    - Steinbeis Hochschule Berlin (SHB)
  • - Midlands Aerospace Alliance
  • - Netherland Aerospace Group
    - European Knowledge Center for Composite Repair (EKCC)
  • - Swiss Aerospace Cluster
    - Universität St. Gallen, Center of Aviation Competence
    - ETH Zürich, Institut für Geodesie und Photogrammetrie
    - Lucerne University of Applied Science
  • - CESI Nord Quest
    - Normandie AeroEspace
    - EMC2, Cluster für komplexe Verbundstoffe und metallische Baugruppen
  • - Centre Spatial de Liége
    - Université de Liége

Alle sechs Partnerregionen haben eines gemeinsam: Sie sind stark in der Zulieferindustrie der Luft-und Raumfahrtbranche, haben jedoch, den Flugzeugbau betreffend, keinen großen Bekanntheitsgrad, da die Endprodukte (Airbus) nicht in dieser Region hergestellt werden. Diese Hidden Champions und deren Regionen sollen bekannter werden. Die Raumfahrt betreffend wird oft nicht wahrgenommen, welche großen Akteure ihren Standort in der jeweiligen Region haben, wie bspw. in Baden- Württemberg Astrium, Tesat und Thales. Mit TransNetAero wollen die Partner den Bekanntheitsgrad ihrer Kompetenzen in der Zulieferkette hervorheben und in den Regionen den „Mehrwert der Luft- und
Raumfahrt“ verdeutlichen.

Ziele
1. Es sollen in allen Regionen Exzellenzzentren identifiziert und etabliert werden, wodurch die Unternehmen Zugang zu wichtigen Kundenanforderungen der Branche, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Technologien und Know-How erhalten, um dadurch den Transfer zu fördern. Die Vernetzung und Zusammenarbeit der regionalen bzw. nationalen Exzellenzzentren soll eine einmalige Infrastruktur für die gesamte Zulieferkette und besonders die kleinen- und mittelständischen Betriebe (KMU) schaffen. Dieses Netzwerk soll die Kooperation zwischen den Unternehmen und mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen bei technologischen Themen fördern und KMU die Teilnahme am internationalen Wettbewerb ermöglichen.

„Unser transnationales Netzwerk wird ganz entscheidend die internationale Wahrnehmung unserer Unternehmen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken“ ist sich Professor Monika Auweter-Kurtz sicher.

2. Des Weiteren sollen spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote entwickelt werden, um die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Luft- und Raumfahrt gezielt und auf höchstem Niveau aus- und weiterzubilden. Ziel ist es, mit den Exzellenzzentren, innerhalb des nordeuropäischen Raumes, ein europäisches Aus- und Weiterbildungssystem für die Luft- und Raumfahrt zu entwickeln und ein europäisches Luft- und Raumfahrt Masterstudium, als Studiengang der Steinbeis Hochschule Berlin anzubieten. Die Studierenden dieses exklusiven Ingenieurstudiengangs werden in den Exzellenzzentren von den renommierten Experten ausgebildet.

„Die Entwicklung dieses europäischen berufsintegrierten Masterstudienganges ist ein neues
attraktives Angebot, mit dem sich für die Unternehmen interessante Perspektiven zum Austausch und zur standortübergreifenden Zusammenarbeit erschließen“ betont Prof. Auweter-Kurtz.

 3. Auf gemeinsamen Veranstaltungen in allen Mitgliedsregionen und in Brüssel sind Vorzeigeprojekte geplant, um damit auf die Bedeutung der innovativen Luft- und Raumfahrtbranche mit ihren branchenübergreifenden Synergiepotenzialen für die Entwicklung der Region aufmerksam zu machen.

Hintergrund

Die ASA ist ein Institut der Steinbeis Hochschule Berlin (SHB) als auch ein Innovationszentrum der Steinbeis Innovation gGmbH (SIZ) und kann sich somit auf den weltweit agierenden Steinbeis- Verbund stützen. Ziel der ASA ist es die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Luft- und Raumfahrtbranche, aber auch der Automobil- und Maschinenbaubranche voranzutreiben. Sie bietet vor allem berufsbegleitende Kompetenzstudiengänge, Zertifikatslehrgänge und Seminare an. Neben technischer Weiterbildung beinhaltet das Schulungsangebot auch Themen des Managements und der Chancengleichheit. Außerdem entwickelt sie innovative Konzepte beispielsweise zum beruflichen Wiedereinstieg und zur Weiterqualifizierung älterer Ingenieure und Ingenieurinnen.

Das Projekt umfasst insgesamt ein Volumen von 2,4 Mio. Euro. Hiervon werden 50 % aus Mitteln der EU gefördert, den Rest müssen die Partner in Eigenleistung aufbringen. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre, das Projekt endet am 01. August 2015.

Das Auftakttreffen aller Partner (Kick-Off-Meeting) wird im Januar 2013 bei der ASA stattfinden.

Böblingen, den 8. Januar 2013
Akademie für Luft- und Raumfahrt
German Aerospace Academy ASA
Prof. Dr.-Ing. Monika Auweter-Kurtz
Forum 1 am Konrad-Zuse-Platz 1 | D-71034 Böblingen
Tel +49(0)7031 306975 – 0 | Fax +49(0) 7031 306975 -79
Email info@german-asa.de
Web www.german-asa.de                                        2013-01-08 Pressemitteilung TransNetAero