CONFIGURATION MANAGEMENT UND AUSBILDUNG ZUM/R CONFIGURATION MANAGER/IN Steinbeis-Zertifikatslehrgang – Start im Oktober 2016!

Details

Datum:

1. Block: 2016/10/24 - 2016/10/27 | 2. Block: 2016/11/21 - 2016/11/24 |

Anmeldeschluss:

01.09.2016

Kosten:

3.920,- € zzgl. gesetzl. MwSt. Im Preis inbegriffen sind Seminarunterlagen und Verpflegung

Flyer
Anmeldeformular

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an matthias.saric@german-asa.de
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Die Methoden des Configuration Management (CM) wurden ursprünglich in der Luft- und Raumfahrt im Zuge der Entwicklung komplexer Produkte wie Raketen und Flugzeuge entwickelt. Inzwischen nutzen aber immer mehr Unternehmen in den verschiedensten Branchen CM, um den kompletten Lebenszyklus ihrer Produkte zu überwachen. CM versteht sich hier als eine Art roter Faden im Produkt Lebenszyklus.

Die Richtlinien für CM sind in der EN ISO 10007:2004-12 festgelegt. Gemäß dieser Norm versteht sich CM als eine Managementdisziplin, die über die gesamte Lebensdauer eines Produktes angewandt wird, um die Transparenz und Überwachung seiner funktionellen und physischen Merkmale sicherzustellen.

Die Einhaltung der CM-Richtlinien ermöglicht weiterhin, dass die Forderungen aus anderen Normen, wie z.B. der ISO 9000, ISO 9001, etc. erfüllt werden können. Configuration Management liefert somit einen wichtigen Beitrag im Zuge von Zertifizierungsmaßnahmen.

Überblick

Während der Ausbildung zur/m Configuration Managerin/Manager wird den Teilnehmern ein fundiertes Wissen über die Prinzipien  und Prozesse des Configuration Management (CM) vermittelt, sowie effektive und effiziente Anwendungstechniken vermittelt. Dabei versteht sich CM als DIE Disziplin im Produktentstehungsprozess.

Der Lehrgang erfasst alle Facetten von CM und fokussiert nicht nur auf die reine Vermittlung theoretischen Wissens oder ist auf eine bestimmte „CM-Ideologie“ fokussiert.

Dabei steht nicht die bloße Vermittlung theoretischer Kenntnisse im Vordergrund, vielmehr geht es auch darum, den Transfer der in einer Vielzahl von Standards definierten Anforderungen an CM in die Praxis zu beherrschen. Dies wird durch eine, sich an den Lehrgang unmittelbar anschließende, Transferarbeit unterstützt. Dabei soll an einem konkreten Anwendungsfall aus dem jeweiligen Unternehmen die Umsetzung des Erlernten in die Praxis demonstriert werden. Diese Transferarbeit wird über deren gesamten Dauer vom Dozenten begleitet.

Zielgruppe

Technikerinnen und Techniker, Ingenieurinnen und Ingenieure, die in ihrer täglichen Arbeit mit Aufgabenstellungen des CM konfrontiert werden, oder die sich in Richtung CM Managerin/Manager weiterqualifizieren wollen.

Inhalte

Modul1 (2 Tage)

  • CM Grundlagen im Überblick, Einführung in das Themengebiet CM
    • CM Planung
    • CM Identifikation
    • CM Control
    • CM Status Accounting
    • Audit
    • Die Rolle des CM innerhalb der Betriebsorganisation
      • Beteiligte
      • Verantwortliche

Modul2 (2 Tage)

  • CM Strukturen, Identifikation
    • Produktstrukturen und CM
    • Baselining
    • Identbegriffe
    • Namenskonventionen
    • Techniken zur Erstellung und Fortschreibung von sauber strukturierten Informationen
    • Zwischenprüfung

Modul3 (2 Tage)

  • CM Control
    • Prinzipien des Änderungsmanagement
    • Integration des Änderungsmanagements in den Produkt-Lebenszyklus

Modul4 (2 Tage)

  • CM Planung und Umsetzung
    • CM Pläne und Planung
    • CM Prozesse und Methoden und die existierende Organisation im Unternehmen
      • Prozessbewertung und Kennzahlen
      • CM und Mitarbeiter
      • CM Einführungsstrategien

Workshop (1 Tag)

  • Präsentation und Verteidigung der Transferarbeiten
  • Diskussion der Transferarbeiten unter den Teilnehmenden

Transferarbeit

Im Anschluss an den Zertifikatslehrgang wird eine Transferarbeit im Unternehmen der Teilnehmenden bearbeitet, um das Erlernte in der Praxis zu erproben und zu vertiefen. Die Transferarbeit wird in einem kurzen Bericht dargestellt und während eines Workshops präsentiert, verteidigt und diskutiert.

Ablauf des Lehrgangs

Dieser Zertifikatslehrgang beinhaltet insgesamt 8 Seminartage für die Vermittlung der Lehrinhalte. Dabei ist der Lehrgang auf 2 Kurse a 4 Tage aufgeteilt. Pro Kurs werden jeweils 2 Module behandelt. Die in den Modulen stattfindenden Gruppenübungen und Fallbeispiele unterstützen den Transfer des Gehörten in das praktische Arbeitsumfeld der Teilnehmer. Nach Ende des ersten Kurses findet eine schriftliche Zwischenprüfung statt und nach Ende des Kurses 2 wird der zweite Teil der schriftlichen Prüfung durchgeführt.

Die Präsentation und Verteidigung der Transferarbeiten der Teilnehmenden finde auf einem Workshop statt. Deren Ergebnis und das Gesamtresultat der schriftlichen Prüfung stellen dann den Abschluss dar.

Zertifikat

Bei bestandener schriftlicher Prüfung und Präsentation sowie erfolgreicher Verteidigung der Transferarbeit wird von der Steinbeis-Hochschule Berlin die Berufsbezeichnung „Configuration Manager/in“ vergeben. Zusätzlich werden 9 international anerkannt ECTS-Punkte vergeben.

Zulassungsvoraussetzungen

Zum Zertifikatslehrgang werden Teilnehmende zugelassen, die mindestens 2 Jahre in einem technischen Umfeld tätig waren, oder über einen Bachelor oder vergleichbaren Abschluss im technischen Bereich verfügen.

Configuration Management – der rote Faden im Produktentstehungsprozess

CM ist ein unverzichtbarer Baustein eines jeden Product-Lifecycle-Management Systems. Dies wird deutlich wenn man CM als eine Zusammenstellung von interdisziplinären Prozessen und Managementmethoden begreift. Diese Methoden haben sicherzustellen, dass die Beziehung zwischen den Anforderungen, Dokumenten, Teilen, etc. immer korrekt, synchronisiert, autorisiert und jederzeit verfügbar sind und dass die Auswirkungen etwaiger Änderungen an ihnen aktuell nachvollziehbar sind.

Persönlicher Kompetenzgewinn für Teilnehmende

Sie erfahren die Grundprinzipien und neueste Ansätze des Configuration Management und wer im Unternehmen von CM betroffen ist. Es werden Techniken vermittelt, um strukturierte Informationen und Baselines vorzubereiten und zu pflegen. Sie lernen die Arbeitsabläufe, Pflichten, Gremien, Formulare, Normen und verschiedenen Auswirkungen im Änderungsmanagement kennen. Wir zeigen Ihnen „Best-Practices“, damit Sie einen effektiven und effizienten Änderungsprozess ein- und durchführen können. Wir zeigen Ihnen verschiedene Methoden zur erfolgreichen Umsetzung der CM-Prozesse.

Kompetenzgewinn für Unternehmen

Ein richtig in die Unternehmensprozesse integriertes CM ist ein wichtiger Baustein zum Unternehmenserfolg gerade auch von mittelständischen Unternehmen.  Hierfür bedarf es gut geschulter Mitarbeiter, die über ein fundiertes Wissen über die Prozesse und die Prinzipien von CM sowie effektive und effiziente Abwendungstechniken verfügen. Während des Zertifikatslehrgangs werden die Absolventen nicht nur diese Kenntnisse erwerben, sie werden darüber hinaus dazu inspiriert, sich eigene Gedanken zu einer bestmöglichen Integration von CM ins eigene Unternehmen zu machen.

Dozent

Detlef Haesner ist geschäftsführender Gesellschafter der usb GmbH in Unterföhring bei München. Die usb ist seit über 30 Jahren auf dem Gebiet des PLM tätig und dabei auf CM spezialisiert. Nach seinem Ingenieurstudium in West-Berlin an der TFH Berlin begann er seine Karriere als Fertigungsingenieur bei der BMW Motorrad GmbH in Berlin Spandau, von dort wechselte er Ende der 70-ger Jahre nach München.

Von 1986 -1994 war er für die usb GmbH tätig bei MBB, später DASA, verantwortlich für Systemanalyse in einem Projekt im Bereich Militärflugzeuge. Gegenstand dieses Projektes war das Konfigurations- Management für die Kampfflugzeuge TORNADO und EUROFIGHTER.

1995 wechselte er in die Geschäftsführung der usb GmbH.

Seit Anfang 2000 ist er nicht nur im Inland sondern schwerpunktmäßig auch in den USA häufig als Referent auf Kongressen und Schulungen zum Thema CM tätig. 2008 wurde er von der Universität in Houston, Texas nach den „Configuration Management Principles and Implementation“ zertifiziert.