QWING50+ geht in die 2. Runde

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg und ASA Direktorin Prof. Dr. Monika Auweter-Kurtz geben den Startschuss für die zweite Runde des erfolgreichen Qualifizierungsprogramms für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum „Virtual Engineer“ (auch für den Wiedereinstieg in den Beruf insbesondere für Ingenieurinnen und Ingenieure)

“Das Programm QWing50+ bietet älteren Arbeitssuchenden und Berufstätigen durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen neue Perspektiven. Solch innovative Weiterbildungsprogramme helfen dabei, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken”, sagte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg bei der Pressekonferenz zur Verlängerung des Projekts, das vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport mit weiteren 55.000 € gefördert wird.

Das „Bündnis für Lebenslanges Lernen“ des Landes mit relevanten Trägern der Weiterbildung habe das Ziel, die Relevanz der Weiterbildung in Baden-Württemberg in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Aus diesem Grund habe das Ministerium eine Projektförderlinie aufgelegt, die insbesondere Wiedereinsteigende mit Berufserfahrung nach der Familienphase verstärkt in Weiterbildungsmaßnahmen bringen will. Eines der Pilotprojekte ist das von der ASA verantwortete QWING 50+.

Als Institut der Steinbeis Hochschule Berlin biete die ASA insbesondere berufsbegleitende Kurzstudiengänge an, die zu einer neuen Berufsbezeichnung führen, sagte die ASA Direktorin, Prof. Dr. Monika Auweter-Kurtz. Als Transferinstitut der Steinbeis Innovation gGmbH entwickelt und erprobt die ASA innovative Weiterbildungskonzepte. Für die Akademie ist die berufsbegleitende Weiterqualifizierung seit Gründung ein Schwerpunktthema. Sie ist von Anbeginn an Partnerin in den Bündnissen für „Frauen in MINT-Berufen“ und für „Lebenslanges Lernen“. Die Weiterbildung älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist Thema des aktuellen Pilotprojektes.

Ziel des Landesprojekts sei es, erfahrenen älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch eine hochwertige Zusatzausbildung in einem neuen zukunftsträchtigen Gebiet neue Perspektiven zu eröffnen und sie und ihre Unternehmen auf eine längere Lebensarbeitszeit vorzubereiten. Für ältere Arbeitsuchende wolle die ASA über die Ausbildung und Vermittlung in eine Praxisphase in ein Unternehmen einen Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglichen.

Das Pilotprojekt Qwing 50+ mit der Ausbildung zum „Virtual Engineer“ war ein großer Erfolg.

Weiter informierte Frau Prof. Dr. Monika Auweter-Kurtz: “Speziell für die Altersgruppe 50+ wurde ein Lehrkonzept entwickelt: An 10 Kurstagen wird in einer Kombination aus Theorie und zahlreichen anwendungsorientierten Übungen das komplexe Thema vermittelt. Die ASA arbeitet hier zusammen mit renommierten Expertinnen und Experten aus dem Virtual Dimension Center, VDC, dem Karlsruher Institut für Technologie, KIT und einem Ingenieurbüro für virtuelle Produktentwicklung. Schwerpunktthemen sind Strukturen, Prozesse und Anwendungen in den Bereichen Product Lifecycle Management, Computer Aided Engineering (CAE) und Virtuelle Realität.

Durch das Pilotprojekt wurde das große Potential sichtbar. Die Kursteilnehmer arbeiteten sich nicht nur engagiert in ein komplett neues und anspruchsvolles Thema ein, sondern waren anschließend auch in der Lage, Verantwortung im Unternehmen zur Implementierung dieser neuen Technologie zu übernehmen. Einschlägige Studien belegen zudem das hohe betriebswirtschaftliche Potential einer gezielt entwickelten Team-Diversität. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sollen durch dieses Qualifizierungsprojekt im Ingenieurbereich in der Personalentwicklung und Weiterbildung unterstützt werden, ist doch die Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwingende Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.”

„Durch dieses Projekt erhalten die beteiligten Unternehmen die Möglichkeit, neben der Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Kompetenzen in aktuellen Virtual Engineering Methoden hinzuzugewinnen und in ihren Unternehmen zu implementieren“ führt Frau Professor Monika Auweter-Kurtz aus.

„Mit dieser Ausbildung bringen die Teilnehmenden die erforderliche Kompetenz in die Unternehmen, um Entwicklungsprozesse auf den neuesten  technischen und organisatorischen Stand zu bringen“, betont Dr. Christoph Runde Geschäftsführer des Virtual Dimension Center (VDC) in Fellbach und Dozent für „Virtual Reality“ an der Hochschule Heilbronn.

25 % der Teilnehmenden in diesem Programm können Wiedereinsteigende sein. Für sie bietet die ASA zusätzliche Beratungsgespräche, Coaching und Workshops im Selbstmanagement, Bewerbungstraining und für Präsentationstechniken an. Anschließend übernimmt die ASA die Vermittlung für eine halbjährige Praxisphase in ein geeignetes Unternehmen, das Interesse an einem passenden Transferprojekt hat und grundsätzlich an einer Übernahme nach der Praxisphase interessiert ist.

Ziel ist es, beide Gruppen gemeinsam zu schulen, um den Austausch und die Motivation zu verstärken.

Bewerbungen können bereits eingereicht werden, Bewerbungsschluss ist der 12.11.2013. Die Projektlaufzeit ist ein Jahr, es können maximal 20 Personen an dem Kurs teilnehmen.

Stuttgart, den 1. August 2013

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Artikel Wiedereinstieg mit WING und WING 50+