VIRTUAL ENGINEERING Steinbeis-Zertifikatslehrgang

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Anmeldeschluss:

Vormerkung möglich

Kosten:

5.600 EUR zzgl. Mehrwertsteuer inkl. Verpflegung

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Anmeldeformular

Mit der Ausbildung zum „Virtual Engineer“ wollen die German Aerospace Academy und die Steinbeis Hochschule mit einem integrierten Konzept zu internationalen Innovationsfähigkeit von deutschen Unternehmen beitragen. Erfahrene Spezialisten aus den Bereichen Produkt LifeCycle Management (PLM), Computer Aided Engineering (CAE) und Virtual Reality (VR) vermitteln mit dem „Virtual Engineer“  Grundlagen der digitalen Produktentwicklung zur erfolgreichen Gestaltung neuer Produkte.

Einleitung

Als Virtual Engineering (VE) (deutsch etwa Virtuelle Entwicklung technischer Systeme) bezeichnet man die Unterstützung von Entwicklungsprozessen mit Hilfe digitaler, dreidimensionaler Modelle. Schwerpunkte können sowohl Produktentwicklungsprozesse, das Industrial Engineering als auch sonstige Entwicklungsprozesse technischer Objekte (wie etwa von Bauwerken) und selbst von Dienstleistungen sein. Virtual-Engineering-Methoden lassen sich branchenübergreifend einsetzen. Dementsprechend groß ist die Bedeutung, die Virtual Engineering heute für die fertigende Industrie, besonders im  Umfeld komplexer Produkte, besitzt: Der zeitliche Versatz zwischen der Kostenfestlegung (in der Entwicklung) und der Kostenentstehung (in der Produktion) erzwingt es, ein Maximum an Produkteigenschaften und -funktionalität möglichst früh im Produktentwicklungsprozess am digitalen Prototypen zu erproben. Die Gefahr suboptimal entwickelter Produkte, teurer Rückläufer oder hoher Änderungskosten spät im Entwicklungsprozess lassen Unternehmen nach neuen Methoden suchen, um Funktionen zu visualisieren, Kundenanforderungen zu ermitteln, die Ergonomie zu überprüfen, die Fertigbar- und Montierbarkeit sicherzustellen, Designalternativen zu berücksichtigen. Es geht somit darum, schnelle Entwicklungszyklen als aktives Prozesselement zu ermöglichen, frühes Ergebnisfeedback zu ermöglichen, frühe Entwicklungsphasen zu betonen, alternative Produktkonzepte zu entwickeln, sowie die Entscheidung über und die Spezifikation des Produkts zu unterstützen. Nur die Unternehmen, die sich diesen Herausforderungen stellen, werden ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesichert sehen. Die notwendige Qualifikation dafür bietet der „Virtual Engineer“.

Zertifikat

Qualität durch Zertifikat – Chance durch den „Virtual Engineer“

  • Qualitätssiegel für systematische und hochwertige Ausbildung auf internationalem Niveau
    durch das Zertifikat „Virtual Engineer“ der Steinbeis Hochschule
  • international wettbewerbsfähig durch ein Hochschulzertifikat der Steinbeis Hochschule. Die Teilnehmer erhalten eine Ausbildung auf der Basis internationaler Best Practices.
  • Theoretisch fundiert durch Orientierung an aktuellen Ergebnissen der internationalen Forschung im Bereich Produktentwicklung und Virtual Engineering
  • Praxisnah durch Fallbeispiele Erfahrungsberichte, und Best Practices, Lernen von erfahrenen Produktentwicklern
  • Training der Teilnehmer durch direkte Anwendung der Konzepte in Gruppen- und Einzelarbeiten
  • Flexibilität durch einzeln buchbare Lernmodule (Grundkurs, Aufbautage)
  • Alltagstauglichkeit durch einfach in den unternehmerischen Tagesablauf zu integrierende Seminartage

Win -Win-Situation: Nutzen für den Teilnehmer

Studien zu den Implementierungshemmnissen von VE in Industrieunternehmen haben gezeigt, dass Fachkräftemangel und fehlende Qualifizierung nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. An dieser Stelle setzt das Hochschulzertifikat der Steinbeis Hochschule an.

  • Sie verfügen über Fähigkeiten in einem für fertigende Unternehmen überlebenswichtigem Aufgabenfeld
  • Sie sind in der Lage, entwicklerische Gesamtzusammenhänge in Ihrem Unternehmen zu erkennen, Einsatzmöglichkeiten für VE zu identifizieren und Synergien aufzuspüren.
  • Virtual Engineering ist eine interdisziplinäre Aufgabe, die Einblicke in zahlreiche Unternehmensbereiche eröffnet.
  • Sie erhöhen durch das Zertifikat Ihre Berufs- und Karrierechancen. Sie stellen durch das Zertifikat Ihr überdurchschnittliches Engagement unter Beweis.
  • Das Zertifikat bestätigt Ihnen hohe theoretische und praktische Kenntnisse des VE.
  • Sie erhalten ein einzigartiges Berufsprofil, das sich von anderen Managern unterscheidet. Das Zertifikat ist weltweit einzigartig.

Win-Win-Situation: Nutzen für das Unternehmen

Virtual-Engineering-Technologien können einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten, insofern Sie richtig eingeführt und umgesetzt werden können.

  • Der Virtual Engineer bringt die Kompetenz in das Unternehmen, um Entwicklungsprozesse auf den neuesten technischen und organisatorischen Stand zu bringen.
  • Er durchleuchtet das Unternehmen nach Einsatzbereichen von VE und verbindet Geschäftsbereiche.
  • Er steigert die Entwicklungsqualität und -effizienz, die Produktqualität und damit die Kundenzufriedenheit.
  • Er identifiziert den Beitrag des VE zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele.

Teilnahmevoraussetzungen
Der Kurs ist für Teilnehmer aller Fachrichtungen offen. Vorausgesetzt werden mindestens 2  Jahre Berufserfahrung. Alle Seminare stehen auch für Teilnehmer offen, die im Moment keine Zertifizierung anstreben. Wir bieten daher auch die Möglichkeit, einzelne Seminartage zu buchen.

Termine
19.-20.03.2014

03.-04.04.2014
10.-11.04.2014
22.-23.05.2014
05.-06.06.2014
Prüfung: 25.07.2014

Lehrinhalte

VE 1: Einführung Virtual Engineering:
– Virtuelle Produktentstehung, Grundbegriffe, Definitionen
– Vision, Ziele
– Bestandteile
– Nutzen
 VE 2: Product Life Cycle Management (PLM)
– Begriffe und Zielsetzungen
– Ziele PLM
– PLM- und PDM-Systeme
– Zusammenspiel mit ERP-, SCM- und CRM-Systemen
– Daten-Informationen-Wissen, Stammdaten
– Varianten, Sichten, Produktstrukturen
– PLM-Architekturen
VE 3: CAD-Grundlagen
– Grundbegriffe, Funktionen, Produktmodell
– Geometrierepräsentation, Parametrik
– Modellierung von Festkörpern
– Featuretechnik, Feature-basiertes Design
– Norm-/Wiederholteile
– Knowledge-Based Engineering
– 2D- versus 3D-CAD
VE 4: Computer Aided Engineering (CAE): Grundlagen- Teil 1
- Grundbegriffe, Motivation, Zielsetzung
– Simulationstechnik
– Aufbau CAE-Systeme, CAE-Prozesskette
– Schnittstellen, Anbindung, Integration
– Einsatz, Berechnungsverfahren
– Berechnungsarten
Die erste Transferarbeit zu den Themenbereichen CAD und CAE wird ausgegeben.
VE 5: Computer Aided Engineering (CAE): Grundlagen – Teil 2
– Theoretische Grundlagen
– Modellentwicklung: Vereinfachungen und Annahmen
– Finite Elemente: 1D, 2D und 3D
– Modellbau
– Verifikation und Valdierung
VE 6: Computer Aided Engineering (CAE): Strukturanalyse – Teil 1
- Statisch lineare Analyse
– Geometrisch nichtlineare Analysen: Stabilitätsversagen
– Nichtlineares Werkstoffverhalten
– Nichtlinearität durch Kontakt
– Interaktion nichtlinearer Einflüsse
– Hinweise für eine problemorientierte Modellbildung
VE 7: Computer Aided Engineering (CAE): Strukturanalyse –Teil 2
– Dynamik: Einführung
– Modale lineare Analyse
– Dynamik: Frequenzanregung auf modaler Basis
– Dynamik: transiente Betrachtung
– Hinweise zur systematischen Auswertung der Ergebnisse
Workshop I : Zur Präsentation und Diskussion der ersten Transferaufgabe
Der erste Workshop des Zertifikatslehrgangs hat die Präsentation und Diskussion der Lösungen der ersten Transferaufgaben zum Inhalt: die Teilnehmer stellen ihre Konstruktionsentwürfe  vor und erläutern die Ergebnisse  der durchgeführten Simulationen zum Nachweis der Produkteigenschaften. Dabei lernen Sie auch voneinander. Mögliche Implementierungsalternativen werden diskutiert.
VE 8: Virtual Reality (VR): Grundlagen
– Motivation, Zielsetzung
– Geschichte, Terminologie
– Aufbau VR-Systeme
– Kognition, Präsenz, Immersion
– Usability
-Wahrnehmung, Tiefenkriterien
VE 9: Virtual Reality (VR): Hardware
– Displays: stereo, autostereo, volumetrisch
– Stereo-Projektionstechnik
– Haptische Systeme
– Akustik, Olfaktorik
– Eingabesysteme, Tracking, Touchsysteme
– Mixed und Augmented Reality
– Systemdesign
VE 10: Virtual Reality: Grundlagen Computergraphik
– Rastergraphik
– Entfernen verdeckter Flächen
– Transformationen, Perspektiven
– Farbmodelle, Beleuchtungsmodelle, Texturierung
– Animation
– Beispiel-Graphik-API: VRML
Die zweite Transferarbeit zum Themenbereich VR wird ausgegeben.
VE 11: Virtual Reality: Prozesse und Anwendungen
– Anwendungen in der Entwicklung
– Anwendungen im Design
– Anwendungen im Sales und Marketing
– 3D-Menschmodelle
– Kooperative VR-Systeme, Web 3D, Wissensmanagement mit VR
– Einführung VR in Industrieunternehmen
– Wirtschaftlichkeitsbewertung des VR –Einsatzes
VE 12: Virtual Mock-Ups (VMU)
- Grundbegriffe, Definitionen, Motivation, Geschichte
– Eigenschaften, Bausteine
– Format JT, Einsatz VMU, Physical Mock-Up vs. Virtual Mock-Up
– Erstellung VMU
– Hardware-in-the-Loop, Software-in-the-Loop
– Virtuelle Fabrik
Workshop II: Zur Präsentation und Diskussion der zweiten Transferaufgabe
Der zweite Workshop des Zertifikatlehrgangs hat die Präsentation und Diskussion der Lösungen der zweiten Transferaufgaben zum Inhalt: die Teilnehmer stellen ihre 3D-Modelle vor und erläutern den von ihnen gewählten Lösungsweg. Dabei lernen Sie auch voneinander. Mögliche Implementierungsalternativen werden diskutiert.

Zeitlicher Umfang
Der Lehrgang umfasst 8,5 Seminartage in drei Modulen: Grundlagen, Computer Aided Engineering  und Virtual Reality. Es werden zwei Transferarbeiten angefertigt eine zu den Modulen 1 und 2 und eine zu Modul 3, die dann auf jeweils einem Workshop präsentiert werden.

 Zertifizierung

 

Die Benotung erfolgt auf Grundlage der Erstellung der beiden Transferarbeiten und ihrer Präsentation und Verteidigung.  Das Zertifikat „Virtual Engineer“ wird vergeben durch die German Aerospace Academy und die Steinbeis Hochschule Berlin. Es werden 10 international anerkannte Credit Points vergeben.

 

Fachliche Leitung

Dr. Gehring
Dr. Gehring ist Competence Center Leiter bei der Lauer & Weiss GmbH, einem Ingenieurbüro für virtuelle Produktentwicklung. Er hat langjährige praktische Erfahrung in der Anwendung des CAE und ist als Dozent an der DHBW tätig.

Prof. Ovtcharova
Frau Prof. Ovtcharova ist Ordinaria für Rechneranwendungen in Planung und Konstruktion des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Leiterin des Instituts für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI)

Dr. Runde
Dr. Runde ist Geschäftsführer des Virtual Dimension Center (VDC) in Fellbach und Dozent für „Virtual Reality“ an der Hochschule Heilbronn.

 Kosten
Teilnahmegebühr Zertifikatslehrgang                   Einführungspreis    5.600 Euro
Bei Einzelbuchung pro Tag                                                                            980 Euro

Die Gebühr versteht sich jeweils zzgl. gesetzl. Mwst.
Der Beitrag enthält Seminarunterlagen und Verpflegung.

Alle Seminare stehen auch für Teilnehmer offen, die im Moment keine Zertifizierung anstreben. Wir bieten daher die Möglichkeit und eine Bescheinigung für den Besuch einzelner Seminartage.

Nähere Informationen zum Zertifikatslehrgang:

Flyer ZL Virtual Engineer in Deutsch

Flyer Virtual_Engineer_ZL_2014_01_18 in Englisch

Anmeldung:

Dieser Zertifikatslehrgang wird Anfang 2013 erneut angeboten. Wenn Sie Interessse an einer Teilnahme oder Fragen hierzu haben freuen wir uns auf Ihre E-Mail unter info@german-asa.de, oder auf Ihren Anruf unter der Nummer 07031/306975-0.